VEREDELUNG

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Schleifen und Polieren

Für viele Anwendungsgebiete bedarf das durch mechanische Verformung oder auch thermische Gießverfahren hergestellte Werkstück einer mechanischen Oberflächenvorbehandlung ehe es galvanisiert werden kann.

Hierbei ist zwischen Schleifen und Polieren zu unterscheiden, zwei Arbeitsgänge, die in vielen Fällen direkt hintereinander angewandt werden.

Schleifen

Das Schleifen gehört zu den spanabhebenden Bearbeitungsverfahren. Den Vorgang kann man sich wie folgt vorstellen: Die Spitze eines Schleifkorns, das härter als das zu schleifende Metall ist, dringt unter Druck in die Metalloberfläche ein und hebt entlang einer Schleifspur durch Verdrängung des Metalls gewissermaßen einen Span ab. Unter einem Schleifkorn im obigen Sinne hat man sich z.B. ein Schmirgel- oder Korundkorn vorzustellen.

Durch die Verwendung immer feinerer Körnungen können so bereits relativ „glatte“ Oberflächen hergestellt werden, deren Zustand ein direktes galvanisieren mit modernen Hochleistungselektrolyten, insbesondere solchen mit einebnender Wirkung erlaubt. Solange aber durch die Bearbeitung und seien es auch nur feinste Schleifriefen entstehen, spricht man vom Schleifen.

Polieren

Wenn eine Metalloberfläche durch Schleifen entsprechend vorbearbeitet ist und die makroskopischen Unebenheiten und Fehler weitgehend egalisiert sind, kann zum Zwecke der endgültigen Einebnung poliert werden. Hierbei werden praktisch die noch stehengebliebenen Erhebungen in die Vertiefungen hinein gedrückt. Dadurch sollen auch die mikroskopischen Unebenheiten weitgehend beseitigt werden. Bei vielen der normalerweise zu bearbeitenden Metalle kann man so Spiegelglanz erreichen.


Reinigen

Das galvanische Abscheiden von qualitativ einwandfreien Überzügen wird in entscheidendem Maße durch die Oberflächenvorbehandlung beeinflußt.

Reinigen ist nach DIN 50902 der Oberbegriff für Entfetten, Brennen, Beizen, Dekapieren usw. Entfetten ist das Entfernen von durch Adhäsion (Anhaften) gebundene, wasserlösliche Verunreinigung auf Oberflächen (Metalle, Kunststoffe).

Beizen, Brennen, Entrosten oder Entzundern ist das Entfernen stärkerer Schichten von Metallverbindungen, z.B. Oxide.


Das galvanische Vorbehandeln wird meist in vier Stufen vorgenommen:

  • Vorreinigen bzw. Vorentfetten, z.B. durch Tauchentfetten
  • Beizen oder Beizentfetten
  • Feinreiningen bzw. Feinentfetten, bevorzugt elektrolytisches Entfetten
  • Dekapieren, z.B. in Mineralsäuren, Laugen oder Trockensäuren

Das Reiningen ist im umfassenden Sinne das Entfernen von:

  • Fetten und Ölen
  • Org. Substanzen, wie Handschweiß (Fingerabdrücke), Polier- und Schleifschmutz, Bohremulsionen und Korrosionsschutzmittel
  • Beschichtungsrückstände wie Lack- und Farbreste, Aufarbeiten von Werkstücken
  • Schleif- und Poliermittel
  • Gleit- und Ziehmittel
  • Sandpartikel (Gußarmaturen)
  • Oxidschichten oder Schichten aus Metallverbindungen wie Rost, Zunder, Patina, Schutzschichten, Brünnierungen oder Phosphatschichten

Die Aufgabe des Reinigen besteht darin, die Oberfläche so vorzubereiten, dass einwandfreie Beschichtungen aufgebracht werden können.


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